Lothar Weimann aka Dr. Blooze (Jahrgang 1953) wurde im zarten Alter von 4 Jahren vom Osten Deutschlands nach Frankfurt a.M. verpflanzt.

1963, auf dem Gymnasium, widersetzte er sich erfolgreich dem Chor beizutreten und dank einer Freddy Quinn Liveplatte fand er heraus, daß es noch „andere“ Musik gibt. In diesem Falle „Country“. 1966 wurde er durch die „Stones“ auf eine musikalische Grundlinie geprägt, die eigentlich nichts mit der heilen Welt der Beatles und des deutschen Schlagers gemein hatte. In diesem Jahr spielte er als Bassist einer Schülerband seinen ersten Gig auf einem Höfner „Beatle Bass“. Zu Weihnachten bekam er endlich die erste eigene Framus-Gitarre.

1967-1969 machten ihn erfrischende Klänge von Hendrix und Cream zum überzeugten Elektro-Blues Fan, der gar nicht genug üben konnte. Er weigerte sich regulären Gitarrenuntericht zu nehmen und übte statt dessen mit Freunden im Keller des Jugendhauses und ….. durfte Hendrix und Cream live erleben!!!

1970: seine erste Fender Duo Sonic Gitarre und ein Fender Combo vom Geld des Ferienjobs schwer erarbeitet (Gemüseabteilung im Supermarkt).

1971: die erste rote 63er Strat für 300,-DM erworben und zur Lieblingsgitarre erkoren; außerdem mit der gegen die Duo Sonic getauschten SG eine Cream Revival Combo (FRENDZ) gegründet.

1972-1975 den ersten Marshall gekauft und „Junior’s Wailing“ erfolgreich gecovert.
Ab diesem Zeitpunkt spielte er in diversen Bands und tingelte wie viele andere durch die Amiclubs Deutschlands. 57er Tele für $250,- von einem GI gekauft - ein Traum wurde wahr. Nebenher Grafik studiert und die erste Bluesband gegründet, aus der dann die Frankfurt City Blues Band entstand.

1976: …… seine Lieblings-Strat wird geklaut (Ser.#L55583)

1977: nach der Bundeswehr wieder musikalische Spielgefährten gesucht und gefunden. Nach vielem hin und her kam dann eine Sängerin dazu und aus der Coverband wurde

1979 Flex-Y-Bell, eine Deutschrockband mit versauten deutschen Texten. Auf der Platte durfte er nicht mehr mitspielen, weil er zu bluesig war, aber es waren immerhin Titel von ihm drauf.

1980: Eröffnung eines Gitarrenladens und er begann „WEIMANN Gitarren“ zu bauen und Gitarren zu sammeln. In dieser Zeit spielte er in allerlei Club Bands u.a. der Molly Nordend Band, die neben den Rodgau Monotones und Flatsch erfolgreich 3 x die Woche spielten. Dies war eine Band mit 3 Gitarristen und entsprechend vielen Intrigen.
Deshalb hat er 1981 das Power-Trio „PUSH“ gegründet und amerikanischen Blues Rock vom feinsten gespielt. Weimann Gitarren wurden langsam populär und er war zum 1. Mal in den USA auf der Messe. Das Amerikafieber hat ihn gepackt und nachdem er 1983 über meinen Freund Seymour Duncan viele prominente Musiker kennen lernen durfte, fiel 1985 die Entscheidung nach Amerika zu gehen.
Er zog nach Louisiana und versuchte dort sein Glück. Die Clubs in der Gegend von Shreveport gaben ihm viel Erfahrung, wenig Geld und die Erkenntnis, dass du in Amerika als Klubmusiker echt die Arschkarte hast. Immerhin ist er nicht verhungert und konnte gesund den Rückflug nach Deutschland antreten.

1986 trat er dann der Country Combo „American Blend“ bei, mit der er viel tingelte und ganz gutes Geld verdiente.

1987 nahm er eine Single mit „Country Rose“ auf und entschied sich künftig wieder Blues zu machen. Die Idee zu „Dr.Blooze“ war geboren, ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen, da alle Bassisten slappen wollten. Also fanden sich die Recken von „PUSH“ wieder zusammen und spielten Power-Blues auf Abruf, also ohne eine feste Band zu sein. Keine Proben - nur Gigs. Das ging so über Jahre, bis er 1990 von den K-Brothers engagiert wurde und wieder Southern Rock spielte und das über Jahre hinweg.

Zeit vergeht und plötzlich …
1995 wird der Traum vom „Dr.Blooze“ Trio wahr und und seither geht es mit wechselnden Bassisten immer so weiter.